Retention
Retention bezeichnet die vorübergehende Rückhaltung von Regenwasser. Durch die zunehmende Versiegelung von Flächen kann immer weniger Niederschlagswasser natürlich versickern, wodurch die Kanalisation stärker belastet wird. Viele Kommunen fordern daher bei Neubauten eine Zisterne zur Zwischenspeicherung. Unsere Retentionszisternen sammeln das Regenwasser und geben es anschließend gedrosselt an den Kanal ab.
Produkte filtern
Haben Sie Fragen zu unseren Produkten?
Zisterne, Filter oder Einbau – unsere Berater helfen Ihnen persönlich weiter.
Zum Kontaktformular350+ Bewertungen | Trusted Shops
Retentionszisternen zur kontrollierten Regenwasserrückhaltung
Retentionszisternen nehmen das bei Regen anfallende Niederschlagswasser auf und geben es anschließend zeitverzögert sowie mengenbegrenzt wieder ab. Dadurch werden hohe Abflussspitzen reduziert und die Kanalisation wird insbesondere bei stärkeren Regenereignissen entlastet. In vielen Neubaugebieten und bei größeren versiegelten Flächen wird eine solche Regenwasserrückhaltung deshalb bereits im Bebauungsplan oder in der Entwässerungsgenehmigung vorgeschrieben. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Zisterne bleibt das gesammelte Wasser bei einer reinen Retentionsanlage nicht dauerhaft im Tank. Das bereitgestellte Rückhaltevolumen entleert sich über eine eingestellte Ablaufdrossel langsam wieder, damit es beim nächsten Niederschlag erneut zur Verfügung steht. Optional kann ein Teil des Tankvolumens für die Gartenbewässerung oder eine andere Regenwassernutzung reserviert werden.
Wie funktioniert eine Retentionszisterne?
Das Regenwasser wird über die angeschlossenen Fallrohre in die Retentionszisterne geleitet. Dort wird es zunächst zwischengespeichert. Eine schwimmende Ablaufdrossel begrenzt die Wassermenge, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums aus dem Tank in die Kanalisation abgegeben wird.
Die zulässige Abflussmenge wird in der Regel von der Gemeinde, dem zuständigen Entwässerungsbetrieb oder im Bebauungsplan vorgegeben. Bei unseren AQa.Line Retentionszisternen kann die Drossel werkseitig auf einen Ablaufwert zwischen 0,1 und 2,5 Litern pro Sekunde eingestellt werden. Der benötigte Wert sollte deshalb vor der Bestellung geklärt und bei der Bestellung angegeben werden.
Steigt der Wasserstand während eines starken Regenereignisses schneller an, als das Wasser über die Drossel ablaufen kann, füllt sich das vorgesehene Rückhaltevolumen. Nach dem Regen entleert sich dieser Bereich langsam wieder. So steht das Volumen für den nächsten Niederschlag erneut zur Verfügung.
Retentionszisterne oder gewöhnliche Zisterne?
Eine gewöhnliche Zisterne speichert Regenwasser, bis es durch eine Pumpe entnommen und beispielsweise für die Gartenbewässerung verwendet wird. Eine Retentionszisterne dient dagegen in erster Linie der Regenwasserrückhaltung. Das Wasser wird nicht unbegrenzt gespeichert, sondern automatisch und gedrosselt abgegeben.
Soll das Regenwasser zusätzlich für den Garten oder den Haushalt verwendet werden, kann eine kombinierte Ausführung gewählt werden. Für eine umfangreichere Nutzung mit geeigneter Pumpen-, Filter- und Entnahmetechnik finden Sie passende Lösungen in der Kategorie Regenwasseranlagen.
100 % Rückhaltevolumen oder Kombination mit Nutzvolumen?
Bei der Auswahl einer Retentionszisterne kann zwischen einer reinen Rückhaltung und einer Kombination aus Rückhalte- und Nutzvolumen unterschieden werden.
100 % Rückhaltevolumen
Bei einer Ausführung mit 100 % Rückhaltevolumen dient das gesamte Behältervolumen der vorübergehenden Aufnahme von Regenwasser. Das gespeicherte Wasser wird nach und nach über die Ablaufdrossel abgegeben. Diese Variante eignet sich, wenn ausschließlich ein vorgegebenes Retentionsvolumen geschaffen werden soll und keine zusätzliche Regenwassernutzung geplant ist.
50 % Rückhaltevolumen und 50 % Nutzvolumen
Bei der Variante mit 50 % Rückhalte- und 50 % Nutzvolumen wird der Tank in zwei funktionale Bereiche aufgeteilt. Der obere Bereich bleibt als Rückhalteraum verfügbar und entleert sich automatisch über die Drossel. Das darunterliegende Nutzvolumen verbleibt im Tank und kann beispielsweise für die Bewässerung des Gartens verwendet werden.
Für die Entnahme des gespeicherten Wassers wird eine passende Pumpe benötigt. Je nach gewünschter Anwendung kann die Retentionszisterne mit einem Garten-Ausbaupaket, einer Wasseranschluss-Box und dem erforderlichen Druckschlauch ergänzt werden.
Was ist vor der Bestellung zu klären?
Das erforderliche Retentionsvolumen und die zulässige Einleitmenge sollten nicht frei geschätzt werden. Die entsprechenden Werte ergeben sich häufig aus dem Bebauungsplan, der Entwässerungsgenehmigung oder den Vorgaben des zuständigen Abwasserbetriebs.
Vor der Auswahl einer Retentionszisterne sollten insbesondere folgende Angaben vorliegen:
- das geforderte Rückhaltevolumen in Litern oder Kubikmetern,
- die zulässige Einleitmenge in Litern pro Sekunde,
- die Größe der angeschlossenen Dach- und Hofflächen,
- die Tiefe des vorhandenen Regenwasserkanals,
- die gewünschte Aufteilung in Rückhalte- und Nutzvolumen,
- die erforderliche Belastbarkeit der Tankabdeckung.
Ist in den Unterlagen nur ein Drosselabfluss angegeben, aber kein erforderliches Rückhaltevolumen, sollte die Tankgröße fachgerecht berechnet werden. Eine zu kleine Retentionszisterne stellt möglicherweise nicht das geforderte Volumen bereit. Eine unnötig große Anlage verursacht dagegen zusätzliche Anschaffungs- und Einbaukosten.
Rundtank oder Flachtank für die Retention?
Unsere AQa.Line Retentionszisternen sind als Rundtanks und Flachtanks mit Volumen von 2.000 bis 6.000 Litern erhältlich. Welche Tankform besser geeignet ist, hängt hauptsächlich von der verfügbaren Fläche, der möglichen Einbautiefe und den Gegebenheiten auf dem Grundstück ab.
Retentionszisterne als Rundtank
Rundtanks benötigen eine vergleichsweise kleine Grundfläche. Sie können daher eine gute Lösung sein, wenn auf dem Grundstück nur wenig Platz zur Verfügung steht. Aufgrund ihrer Bauform benötigen sie jedoch meist eine größere Einbautiefe als ein vergleichbarer Flachtank.
Retentionszisterne als Flachtank
Flachtanks besitzen eine besonders niedrige Behälterform. Dadurch fällt die erforderliche Baugrube flacher aus und es muss häufig weniger tief ausgeschachtet werden. Dafür wird eine größere Grundfläche benötigt. Die AQa.Line Retentionsflachtanks sind mit Volumen von 2.000, 4.000 und 5.000 Litern erhältlich.
Typischer Lieferumfang einer Retentionszisterne
Die angebotenen AQa.Line Retentionszisternen werden bereits anschlussfertig vorbereitet. Zum typischen Lieferumfang gehören:
- der ausgewählte Retentionstank mit vormontierten Anschlüssen,
- eine vormontierte schwimmende Retentionsdrossel,
- ein vormontierter Filterkorb mit einer Maschenweite von 0,9 mm,
- ein vormontierter Überlaufsiphon mit Kleintierschutz,
- eine höhenverstellbare und kindersichere Tankabdeckung.
Die genaue Ausführung der Abdeckung kann passend zum Einbauort gewählt werden. Für Grünflächen stehen begehbare Varianten zur Verfügung. Soll der Tank in einem mit Pkw befahrenen Bereich eingebaut werden, muss eine dafür vorgesehene Abdeckung gewählt und die entsprechende Einbauanleitung beachtet werden. Der konkrete Lieferumfang ist zusätzlich auf der jeweiligen Produktseite aufgeführt.
Alternative zur gedrosselten Einleitung: Regenwasser versickern
Nicht auf jedem Grundstück muss das zurückgehaltene Wasser in die Kanalisation eingeleitet werden. Wenn der Boden ausreichend wasserdurchlässig ist und die örtlichen Vorschriften es erlauben, kann eine Versickerung eine mögliche Alternative oder Ergänzung sein.
Bei einer Versickerungsanlage wird das Regenwasser kontrolliert an den Boden abgegeben. Eine Retentionszisterne mit Kanalanschluss begrenzt dagegen die Einleitmenge in das öffentliche Entwässerungssystem. Welche Lösung zulässig ist, sollte vorab mit der Gemeinde oder der zuständigen Wasserbehörde geklärt werden.
Einbautiefe und Lage des Regenwasserkanals beachten
Vor dem Einbau muss geprüft werden, ob das Wasser aus der Retentionszisterne im freien Gefälle zum Regenwasserkanal ablaufen kann. Entscheidend sind die Höhe des Tankablaufs, die Länge und das Gefälle der Rohrleitung sowie die Tiefe des vorhandenen Kanals.
Liegt der Kanalanschluss zu hoch, kann eine direkte Ableitung möglicherweise nicht umgesetzt werden. In diesem Fall kann eine geeignete Hebeanlage erforderlich sein. Die Höhenverhältnisse sollten deshalb möglichst vor der Bestellung vermessen und bei der Planung berücksichtigt werden.
Mehrere Retentionszisternen miteinander verbinden
Wenn ein einzelner Tank nicht das erforderliche Volumen bereitstellt, können mehrere Behälter miteinander verbunden werden. Dadurch lassen sich größere Rückhalte- oder Nutzvolumen realisieren. Die Verbindung kann je nach Einbausituation hinter- oder nebeneinander erfolgen.
Bei einer Tankkombination müssen die Verbindungsleitungen, der Höhenstand und die Position der Ablaufdrossel aufeinander abgestimmt werden. Entscheidend ist, dass das geforderte Rückhaltevolumen tatsächlich nutzbar bleibt und die zulässige Abflussmenge nicht überschritten wird.
Qualität und langlebige Tankausführungen
Die AQa.Line Retentionszisternen bestehen aus robustem und recyclebarem Polyethylen. Sie werden überwiegend in Deutschland hergestellt und sind für den dauerhaften Einbau im Erdreich vorgesehen. Auf die angebotenen AQa.Line Retentionstanks erhalten Sie 25 Jahre Garantie.
Durch die vormontierten Anschlüsse, den Filter, den Überlaufsiphon und die bereits installierte Ablaufdrossel wird der Anschluss auf der Baustelle erleichtert. Dennoch müssen beim Einbau immer die jeweilige Einbauanleitung und die örtlichen Anforderungen beachtet werden.
Wartung einer Retentionszisterne
Damit die Retentionsanlage zuverlässig funktioniert, sollten Filter, Zulauf, Überlaufsiphon und Ablaufdrossel regelmäßig kontrolliert werden. Der Filterkorb muss abhängig vom Schmutzeintrag geleert und gereinigt werden. Besonders nach dem Laubfall oder nach starken Regenereignissen kann eine zusätzliche Kontrolle sinnvoll sein.
Auch die Ablaufdrossel sollte frei beweglich und zugänglich bleiben. Ablagerungen oder Fremdkörper können die vorgesehene Abflussmenge beeinträchtigen. Die höhenverstellbare Abdeckung ermöglicht den Zugang für die regelmäßige Kontrolle und Wartung.
Häufige Fragen zu Retentionszisternen
Eine Retentionszisterne speichert Regenwasser vorübergehend und gibt es zeitverzögert sowie mengenbegrenzt wieder ab. Dadurch werden hohe Abflussspitzen reduziert und die Kanalisation wird bei stärkeren Niederschlägen entlastet.
Die zulässige Ablaufmenge wird normalerweise von der Gemeinde, dem Entwässerungsbetrieb oder im Rahmen der Entwässerungsgenehmigung vorgegeben. Dieser Wert sollte vor der Bestellung erfragt werden, damit die Drossel werkseitig passend eingestellt werden kann.
Ja, sofern eine Variante mit zusätzlichem Nutzvolumen gewählt wird. Dieses Wasser kann mit einer geeigneten Pumpe beispielsweise für die Gartenbewässerung entnommen werden. Das vorgeschriebene Rückhaltevolumen muss dabei dauerhaft frei bleiben.
Bei dieser Ausführung wird die Hälfte des Tankvolumens für die Regenwassernutzung reserviert. Die andere Hälfte dient als Rückhalteraum und entleert sich automatisch über die Ablaufdrossel.
Die benötigte Größe hängt von der angeschlossenen Fläche, den örtlichen Niederschlagswerten, der zulässigen Ablaufmenge und den behördlichen Vorgaben ab. Häufig ist das erforderliche Rückhaltevolumen bereits im Bebauungsplan oder in der Entwässerungsgenehmigung angegeben.
Das hängt von den örtlichen Vorgaben ab. Eine Retentionszisterne leitet das Wasser gedrosselt in die Kanalisation ein, während eine Versickerungsanlage das Wasser an den Boden abgibt. Welche Lösung zulässig oder vorgeschrieben ist, entscheidet die zuständige Stelle.
Eine Hebeanlage kann erforderlich sein, wenn der Regenwasserkanal zu hoch liegt und das Wasser nicht im freien Gefälle aus der Zisterne ablaufen kann. Deshalb sollten die Höhenlage des Kanals und die Position des Tankablaufs vor dem Einbau geprüft werden.
Das ist möglich, wenn eine dafür geeignete Tankabdeckung gewählt und der Tank entsprechend der Einbauanleitung eingebaut wird. Die angegebene Radlast und die Anforderungen an den Unterbau müssen eingehalten werden.
Die Ablaufdrossel sollte im Rahmen der regelmäßigen Wartung auf freie Beweglichkeit und mögliche Verschmutzungen geprüft werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine Kontrolle, wenn das Wasser ungewöhnlich langsam abläuft oder sich im Tank dauerhaft bis in den Rückhaltebereich zurückstaut.