Zisterne einbauen: So entsteht eine komplette Regenwasseranlage
Eine moderne Regenwasseranlage besteht aus weit mehr als einem Tank im Boden. Dachentwässerung, Filter, Zisterne, Überlauf, Pumpe und Entnahmestelle bilden gemeinsam ein System. Wer die einzelnen Komponenten versteht und den Einbau sorgfältig plant, schafft die Grundlage für eine langlebige und komfortable Regenwassernutzung.
Aus diesen Komponenten besteht eine Regenwasseranlage
Das Regenwasser gelangt zunächst von der Dachfläche über Regenrinne und Fallrohr zum Zulauf der Zisterne. Ein Filtersystem hält größere Verschmutzungen zurück, bevor das Wasser gespeichert wird. Der Tank selbst bildet das Herzstück der Anlage. Über eine Pumpe wird das gespeicherte Regenwasser später zur Wasserentnahmestelle oder – bei einer Hausanlage – zum separaten Betriebswassernetz gefördert.
Zusätzlich besitzt eine fachgerecht aufgebaute Anlage einen Überlauf. Ist der Tank nach längerem Regen vollständig gefüllt, muss überschüssiges Wasser kontrolliert abgeführt werden können. Abhängig vom Grundstück kann es in die Kanalisation, in eine geeignete Versickerungsanlage oder in eine andere zulässige Entwässerungslösung geleitet werden. Welche Variante möglich ist, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und Vorschriften.
1. Filtern
Schmutz wird möglichst vor der Speicherung zurückgehalten. Das reduziert Ablagerungen und erleichtert die spätere Pflege.
2. Speichern
Die unterirdische Zisterne hält mehrere tausend Liter Regenwasser platzsparend auf dem Grundstück bereit.
3. Fördern
Eine auf das System abgestimmte Pumpe bringt das Wasser komfortabel zu Gartenschlauch, Beregnung oder Hausinstallation.
Komplettanlage statt Einzelteile zusammensuchen
Eine Regenwasseranlage lässt sich grundsätzlich aus Einzelkomponenten aufbauen. Einfacher ist jedoch ein System, bei dem Zisterne, Filter und Pumpentechnik bereits füreinander vorgesehen sind. Genau darauf sind die AQa.Line Komplettanlagen von zisterne.net ausgelegt.
Bei der 6.000-Liter-Gartenanlage gehören beispielsweise Zisterne, Gartenfiltersystem und Pumpentechnik zum Anlagenkonzept. Standardmäßig kommt die Tauchdruckpumpe GAP X80 zum Einsatz; für höheren Leistungsbedarf ist die GAP X120 erhältlich. Die 6.000-Liter-Zisterne besteht aus Polyethylen und wird mit 25 Jahren Garantie auf den Tank angeboten.
AQa.Line Gartenanlage 6.000 l
Komplettlösung für Grundstücke mit größerem Wasserbedarf – Filter, Speicher und Pumpensystem sind aufeinander abgestimmt.
Preisstand bei Erstellung dieses Ratgebers. Maßgeblich ist der aktuell im Shop angezeigte Produktpreis.
Zisterne einbauen – der grundsätzliche Ablauf
Standort und Größe festlegen
Vor dem ersten Spatenstich werden Tankgröße, Leitungswege, Fallrohr, Überlauf und spätere Entnahmestellen geplant. Grundwasserstand, Bodenbeschaffenheit, Hanglage und mögliche Fahrzeugbelastung der Fläche müssen dabei berücksichtigt werden.
Baugrube herstellen
Die Baugrube muss ausreichend groß und standsicher ausgeführt werden. Bei den AQa.Line Rundzisternen sieht die Einbauanleitung ein ebenes, steinfreies und von Hand verdichtetes Sandbett als Untergrund vor. Böschung und Baugrubensicherung sind entsprechend den geltenden Anforderungen auszuführen.
Zisterne einsetzen und ausrichten
Der Behälter wird vorsichtig in die vorbereitete Baugrube eingelassen und waagerecht ausgerichtet. Bereits vor der endgültigen Verfüllung sollten Zulauf, Überlauf, Leerrohre und weitere Anschlüsse hinsichtlich Lage und Gefälle kontrolliert werden.
Anschlüsse herstellen
Regenwasserzulauf und Überlauf werden angeschlossen. Je nach System kommen zusätzlich Leerrohre für Druckleitung, Saugschlauch, Steuerleitung oder Stromversorgung hinzu. Ein gleichmäßiges Gefälle der wasserführenden Leitungen erleichtert einen störungsarmen Betrieb.
Tank stabil einbetten
Der Tank wird entsprechend der jeweiligen Einbauanleitung schrittweise mit Wasser befüllt und gleichzeitig gleichmäßig mit geeignetem Material umgeben. Dadurch werden einseitige Belastungen und Hohlräume vermieden. Maßgeblich ist immer die aktuelle Einbauanleitung des bestellten Behälters.
Technik installieren und testen
Abschließend werden Filter, Pumpe und Entnahmetechnik installiert beziehungsweise kontrolliert und das System in Betrieb genommen. Vor dem endgültigen Abschluss sollte die gesamte Anlage auf Funktion und Dichtheit geprüft werden.
Was ist bei Grundwasser und schwierigen Böden zu beachten?
Der richtige Einbau hängt wesentlich vom Grundstück ab. Ein leerer Kunststofftank kann bei hohem Grundwasser oder Staunässe Auftrieb erfahren. Auch bindige, wasserundurchlässige Böden oder Hanglagen erfordern besondere Maßnahmen. Solche Bedingungen sollten deshalb unbedingt vor Bestellung und Einbau berücksichtigt werden.
Die AQa.Line Einbauvorgaben sehen für entsprechende Situationen zusätzliche Sicherungsmaßnahmen vor. Gerade bei schwierigen Bodenverhältnissen empfiehlt sich eine fachkundige Beurteilung vor Ort. Die Kosten dafür sind meist deutlich geringer als die Folgen eines ungeeigneten Einbaus.
Gartenanlage oder Regenwassernutzung im Haus?
Bei einer reinen Gartenanlage bleibt die Technik vergleichsweise übersichtlich. Eine Tauchdruckpumpe kann das Wasser direkt aus der Zisterne fördern und über eine Wasseranschlussbox oder eine andere Entnahmestelle für Gartenschlauch und Bewässerung bereitstellen.
Für die Regenwassernutzung im Gebäude wird zusätzlich ein vollständig vom Trinkwassersystem getrenntes Betriebswassernetz benötigt. Die AQa.Line Hausanlagen sind dafür mit dem Hauswasserwerk „Modul Haus PRO“ ausgestattet. Dieses versorgt geeignete Verbraucher mit Regenwasser und verfügt über eine integrierte Trinkwassernachspeisung. Sinkt der Wasserstand im Tank entsprechend ab, bleibt die Versorgung dadurch erhalten.
AQa.Line Hausanlage 6.000 l
Regenwasser für Garten und geeignete Verbraucher im Haus – inklusive Filtersystem, Ansaugtechnik und Hauswasserwerk.
Preisstand bei Erstellung dieses Ratgebers. Aktuelle Varianten und Preise finden Sie direkt beim jeweiligen Produkt.
Einbau einmal richtig planen – jahrelang komfortabel nutzen
Die entscheidende Arbeit einer Regenwasseranlage findet zu Beginn statt: Tankgröße auswählen, Standort bestimmen, Erdarbeiten durchführen und Leitungen sauber planen. Ist das System erst fachgerecht eingebaut, verschwindet der größte Teil der Technik unsichtbar unter der Erde. Zurück bleibt im Alltag vor allem der Nutzen: gespeichertes Regenwasser, das mit wenigen Handgriffen beziehungsweise automatisch zur Verfügung steht.
Genau deshalb lohnt es sich, beim Kauf nicht nur auf den Behälterpreis zu schauen. Ein sinnvoll zusammengestelltes Komplettsystem reduziert Schnittstellen zwischen Tank, Filter und Pumpentechnik und vereinfacht die gesamte Projektplanung.
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