Wann lohnt sich eine Zisterne? Kosten, Einsparung und Amortisation erklärt
Regenwasser kostet nichts – Trinkwasser dagegen schon. Eine Zisterne macht einen Teil des Niederschlags auf dem eigenen Grundstück nutzbar und kann dadurch den Trinkwasserbedarf dauerhaft reduzieren. Ob sich eine Regenwasseranlage nach sechs, zehn oder mehr Jahren finanziell rechnet, hängt stark von Gartenfläche, Wasserverbrauch, örtlichem Wasserpreis und Einbaukosten ab. Klar ist jedoch: Je mehr Regenwasser Sie sinnvoll nutzen, desto interessanter wird die Investition.
Was kostet eine Regenwasseranlage?
Zwischen einer kleinen Lösung für die Gartenbewässerung und einer kompletten Regenwasseranlage für Haus und Garten liegen technisch große Unterschiede. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Anschaffungs- und Einbaukosten aus. Entscheidend sind unter anderem das Speichervolumen, die gewünschte Nutzung, die enthaltene Pumpen- und Filtertechnik sowie die Gegebenheiten auf dem Grundstück.
Eine Gartenanlage besteht in der Regel aus Tank, Filter, Pumpe, Wasseranschluss und Abdeckung. Wer Regenwasser zusätzlich für WC oder Waschmaschine nutzen möchte, benötigt weitere Haustechnik und ein separates Betriebswassernetz. Hinzu kommen je nach Grundstück Kosten für Erdarbeiten, Rohrleitungen, Elektroinstallation und Montage. Aktuelle Anlagenpreise finden Sie direkt in den jeweiligen Kategorien im Shop.
| Anlagenart | Typische Ausstattung | Wichtige Kostenfaktoren |
|---|---|---|
| Kompakte Gartenanlage | Tank, Filter, Pumpe und Wasseranschluss | Speichervolumen und Ausstattung |
| Unterirdische Gartenanlage | Komplettsystem für die Gartenbewässerung | Tankgröße, Erdarbeiten und Leitungswege |
| Haus- und Gartenanlage | Tank, Filter- und Pumpentechnik sowie Hauswassertechnik | Betriebswassernetz, Installation und Montage |
Für die Gesamtkosten sollten neben der Anlage auch Lieferung, Einbau und mögliche Arbeiten am Grundstück berücksichtigt werden.
So berechnen Sie die Ersparnis mit Regenwasser
Die Grundrechnung ist einfach: Jeder Kubikmeter Regenwasser, der anstelle von Leitungswasser verwendet wird, reduziert zunächst den entsprechenden Trinkwasserverbrauch. Ein Kubikmeter entspricht 1.000 Litern. Werden im Laufe eines Jahres beispielsweise 60.000 Liter Regenwasser genutzt, sind das 60 Kubikmeter weniger Trinkwasser, das für diese Anwendungen aus dem öffentlichen Netz bezogen werden muss.
Entscheidend ist dabei der eigene Tarif. Wasser- und Abwassergebühren unterscheiden sich regional erheblich. Bei Gartenwasser können kommunale Regelungen und ein separater Gartenwasserzähler Einfluss auf die Abwassergebühren haben. Wird Regenwasser im Haushalt genutzt und später als Schmutzwasser in die Kanalisation eingeleitet, können ebenfalls besondere Gebührenregelungen gelten. Eine realistische Wirtschaftlichkeitsrechnung sollte daher mit den Tarifen des eigenen Wasserversorgers beziehungsweise Abwasserbetriebs erfolgen.
Beispiel: So berechnen Sie die Amortisation mit Ihren eigenen Werten
Bei einem großen, bewässerungsintensiven Garten können über die Saison viele zehntausend Liter Wasser benötigt werden. Werden beispielsweise 100 m³ Regenwasser pro Jahr tatsächlich genutzt, multiplizieren Sie diese Menge mit dem für Sie relevanten Wasserpreis pro Kubikmeter. Von der errechneten jährlichen Ersparnis ziehen Sie laufende Kosten, etwa für Pumpenstrom und Wartung, ab. Anschließend teilen Sie die Gesamtkosten der Anlage inklusive Einbau durch diese Nettoersparnis. Das Ergebnis ist die ungefähre Amortisationszeit in Jahren.
Das ist bewusst ein Beispiel und keine pauschale Amortisationsgarantie. Bei geringerem Verbrauch verlängert sich der Zeitraum; bei größerer Wasserabnahme, höheren örtlichen Tarifen oder bereits vorhandenen Erdarbeiten kann die Rechnung deutlich attraktiver werden. Auch Pumpenstrom, Wartung und individuelle Einbaukosten gehören bei einer vollständigen Betrachtung dazu.
30 m³ pro Jahr
Schon 30 m³ entsprechen 30.000 Litern Leitungswasser, das nicht für die Gartenbewässerung bezogen werden muss.
60 m³ pro Jahr
Bei regelmäßiger Gartenbewässerung wächst die jährliche Ersparnis – und damit der wirtschaftliche Nutzen der Anlage.
100 m³ und mehr
Große Grundstücke und hoher Bewässerungsbedarf schaffen besonders gute Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Regenwassernutzung.
Besonders günstig: Zisterne bei Neubau oder Gartenumbau einplanen
Ein erheblicher Teil der Gesamtkosten einer unterirdischen Zisterne kann durch Erdarbeiten entstehen. Genau deshalb lohnt es sich besonders, Regenwassernutzung frühzeitig einzuplanen. Wird für Neubau, Terrasse, Garten, Pool, Leitungen oder Außenanlagen ohnehin ein Bagger eingesetzt, lassen sich Arbeiten kombinieren. Die zusätzlichen Kosten für den Zisterneneinbau können dadurch deutlich günstiger ausfallen als bei einem späteren separaten Bauprojekt.
Auch ein Komplettsystem spart Planungsaufwand. Bei den AQa.Line Gartenanlagen sind je nach Ausführung Tank, Filter, Pumpensystem, Wasseranschluss und Abdeckung bereits für den gemeinsamen Betrieb vorgesehen. Damit kaufen Sie nicht nur einen Behälter, sondern die wesentlichen Komponenten einer funktionierenden Regenwasseranlage.
Beliebte Größe: 4.450 Liter
Mit mehreren tausend Litern Reserve ist die Anlage für viele Einfamilienhaus-Grundstücke ein interessanter Mittelweg zwischen Speichervolumen, Platzbedarf und Investition.
Trockenperioden: Der Wert einer eigenen Wasserreserve
Die Wirtschaftlichkeit einer Zisterne besteht nicht ausschließlich aus der Wasserrechnung. In trockenen Sommern kann eine gespeicherte Regenwasserreserve besonders wertvoll werden. Regionen können bei anhaltender Trockenheit die Entnahme von Grund- oder Oberflächenwasser beschränken; auch Wasserversorger und Kommunen können zum besonders sparsamen Umgang mit Trinkwasser auffordern oder weitergehende Vorgaben treffen.
Wer zuvor Regenwasser gesammelt hat, muss für jede Bewässerung zunächst weniger auf das öffentliche Trinkwassernetz zurückgreifen. Eine Zisterne schafft damit einen zusätzlichen Puffer zwischen Niederschlagsereignissen und trockenen Tagen. Örtliche Allgemeinverfügungen sind dabei selbstverständlich immer zu beachten, da je nach Region auch Bewässerungszeiten oder bestimmte Wasserquellen eingeschränkt werden können.
Wann lohnt sich eine Zisterne besonders?
Besonders interessant ist Regenwassernutzung für Grundstücke mit größerer Dachfläche, regelmäßigem Bewässerungsbedarf und ausreichend Gartenfläche. Ebenfalls attraktiv ist die Investition bei Neubauten und größeren Außenanlagen, bei denen Erdarbeiten ohnehin stattfinden. Wer zusätzlich WC oder Waschmaschine in die Regenwassernutzung einbezieht, erhöht die Zahl der möglichen Verbrauchsstellen über das gesamte Jahr.
Und die Anlage arbeitet langfristig: Bei den entsprechenden AQa.Line Zisternen nennt zisterne.net eine Garantie von 25 Jahren auf den Tank. Die Investition sollte deshalb nicht nur anhand eines einzelnen Sommers bewertet werden. Eine Regenwasseranlage ist Infrastruktur für das Grundstück und kann über viele Jahre dazu beitragen, den Bezug von Trinkwasser für Anwendungen zu reduzieren, für die Trinkwasserqualität nicht erforderlich ist.
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